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Tipps fürs Sonnenbad ohne Sonnenbrand

Endlich Urlaub! Endlich in die Sonne!

Die Koffer sind kaum ausgepackt, da brutzelt so mancher Neuankömmling schon am Strand. Abends ist dann die Bescherung zu besichtigen.

Ein Sonnenbrand ist immer ein Alarmsignal unserer bereits geschädigten Haut – ausgelöst durch UV-B Strahlen.

Ein Sonnenbrand zeigt sich als erste, sofortige Auswirkung. Oberflächlich betrachtet erholt sich Ihre Haut zwar (nach einigen Tagen), aber tief drinnen ist ein bleibender Schaden längst entstanden.

Sollten sich solche Schädigungen wiederholen, kann sich, vielleicht Jahre später, Hautkrebs entwickeln. Also Vorsicht!

Auch die UV-A Strahlen sind nicht harmlos. Sie dringen bis in mittlere Hautschichten vor. In Überdosis genossen lassen sie unsere Haut schneller altern und steigern ebenfalls das Hautkrebsrisiko.

Wenn auch die Sonne in unseren nördlichen Breiten nicht so intensiv strahlt wie am Äquator, so hinterlässt sie doch ihre Spuren. Wer die Sonnenwirkung auf seine Haut unterschätzt, der muss dafür teuer bezahlen. Die Sommersonne an der See und vor allem auf See besitzt eine verblüffende Intensität.

Trotz der Gefahren: UV-Strahlen können auch heilen, beispielsweise Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Akne. Unser Körper braucht das UV-Licht auch, um Vitamin D3 zu bilden, um Phosphor und Kalzium zu verwerten, die für den Knochenaufbau und -erhalt wichtig sind. Dafür müssen wir uns jedoch keineswegs in die pralle Sonne legen. Es reicht ein Viertelstündchen Sonne auf Gesicht und Hände.

In der Sonne besonders gefährdet sind Kinder.

Ihren Nachwuchs sollten Sie deshalb immer besonders gut schützen. Babys und Kleinkinder unter 12 Monaten gehören überhaupt nicht ins Sonnenlicht, sondern immer in den Schatten. Kleinkinder sollten nur in lockerer Kleidung, mit Hütchen und geschützt durch geeignete Cremes in der Sonne spielen. Auch Erwachsenen tun Sonnen-Pausen nur gut.
Die häufigsten Sonnenbrandursachen sind Sonnenbäder ohne Sonnenschutz, zu niedrige Lichtschutzfaktoren, zu spätes Eincremen (nämlich erst am Strand) oder Nachcremen nach Ablauf der „erlaubten“ Zeit.

Ein Neopren-Anzug schützt natürlich auch gut …

Die 4 Hauttypen

1. Immer Sonnenbrand – niemals Bräunung

Häufigste Merkmale: helle Haut, Sommersprossen, blonde oder hellrote Haare, blaue oder grüne Augen – grundsätzlich mindestens Lichtschutzfaktor 15

2. Immer Sonnenbrand – schwache Bräunung

Häufigste Merkmale: helle Haut, blonde Haare, blaue oder grüne Augen In den ersten Sonnentagen mindestens Lichtschutzfaktor 14, später 9 – 14

3. Leichter Sonnenbrand – gute Bräunung

Häufigste Merkmale: dunkle Haare, braune Augen In den ersten Sonnentagen mindestens Lichtschutzfaktor 8, später 5 – 8

4. Nie Sonnenbrand – immer Bräune

Häufigste Merkmale: von Natur aus dunkle Haut, dunkle oder schwarze Haare, braune Augen In den ersten Sonnentagen mindestens Lichtschutzfaktor 4, später 2 – 4 Auch der sonnen-unempfindliche Hauttyp ist nicht immun gegen Sonnenbrand.

Der Lichtschutzfaktor

Der Lichtschutzfaktor (LSF) ist die Multiplikationszahl, mit der Sie Ihre persönliche Sonnenzeit ungefähr berechnen können. Beispiel: Wer ohne Sonnenschutz nach zehn Minuten Sonnenbaden eine Hautrötung bekommt, bekommt sie mit LSF 15 erst nach 150 Minuten.

Grundsätzlich gilt: Lieber einen höheren Lichtschutzfaktor nehmen. Denn je langsamer die Haut an die Sonne gewöhnt wird, desto intensiver und langanhaltender ist die Bräune.

Sonnencreme sollte immer mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen werden. Schwitzen und Hautkontakt kann die Wirkung reduzieren. Aber beachten Sie: Nachcremen verlängert die Schutzwirkung nicht, sie erhält sie nur.

Parfüms und Deos können in der Sonne zu hässlichen Pigmentflecken führen. Bei Medikamenten sollten Sie auf lichtsensibilisierende Nebenwirkungen achten.

Acht Regeln fürs Sonnenbaden

1. Meiden Sie Sonne in der Mittagszeit

2. Bleiben Sie in den ersten Urlaubstagen im Schatten und geben Sie Ihrer Haut Zeit zum Eingewöhnen

3. Cremen Sie sich rechtzeitig ein, also bevor Sie an den Strand gehen

4. Denken Sie ans rechtzeitige Nachcremen. Auch nach dem Baden

5. Verwenden Sie keine Deos und Parfums in der Sonne, Sie riskieren sonst Pigmentflecken

6. Achten Sie bei Medikamenten auf Nebenwirkungen in der Sonne

7. Kinder sollten in den ersten Lebensjahren nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden

8. Vorbräunen im Solarium ist eher nicht empfehlenswert, denn noch mehr UV-Strahlung schadet der Haut