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Vom Ringen um die Sandburg

Am meisten bewundert haben wir Kinder die strategischen Burgenbauer. Eben angekommen, markierten sie am Strand – mit gehörigem Abstand zum Nachbarn – ihr Kreisrund wie mit einem Zirkel geschlagen. Während der Haushaltsvorstand in Unterhemd und kurzer Hose zu Werke ging, campierte seine Familie für den Rest des ersten Ferientags mit allem Hausrat im Sicherheitsabstand

Mächtig die Wälle, feucht noch und dunkel, aus dem Tertiär des Sandvorkommens ans Licht gehoben. Jetzt endlich war es Zeit, den Strandkorbwärter zu beordern, den geflochtenen Zweisitzer gegen ein Trinkgeld in die Zwingburg zu wuchten.

Tief unten im Kreisrund wurde es augenblicklich schattig und eng um den Korb, sollte der Ingenieur den Sandwalldurchmesser arbeitserleichternd zu klein bemessen haben. Fortan lagerten die Kinder außerhalb. Schlecht bestellt war es manches Mal auch um den Ausblick aufs Wasser. Um das Meer zu sehen, musste die Familie heraus aus der tief gelegten Burg.

Besitz verpflichtet. Mit der Fertigstellung einer wehrhaften Sandburg sahen sich endlich auch Frau und Kinder in den Dienst für die gemeinsame Sache eingespannt. Keine Zeit den Einzug zu feiern, Champagner am Strand hätten die Ingenieure des Wirtschaftswunders ohnehin als ungehörig abgelehnt. Ihr Urlaub war Arbeit mit anderen Mitteln. Schon kurz nach dem Einzug wurden Frau und Kinder geschickt, Muscheln eimerweise aus dem Flutsaum zu klauben, um endlich den Namen der Heimatstadt am planierten Sandwall auszulegen.

KÖLN das war schnell getan, machte sich aber hübscher in Doppelkonturbuchstaben. KÖLN und DÜSSELDORF in enger Nachbarschaft, das konnte Störungen nach sich ziehen. DONAUESCHINGEN konnte schon einen Tag für sich beanspruchen, in einfacher Schrift. Wenn der Haushaltsvorstand sich die Einwilligung abringen ließ, durften die Kinder nassen Sand im Plastikeimer verfestigen und die geballte Ladung wie Zinnen auf die Burgmauer stürzen. Das beförderte die wehrhafte Anmutung und verdarb nun vollends den Blick aufs Wasser.

Burgeingang

Im Strandgut fand sich immer ein Holzbrett, weil alle danach suchten allerdings erst in vier Kilometer Entfernung, trotzdem unentbehrlich wichtig um den Burgeingang zu sperren, wenn die Familie abends ihr Eigentum ohne Aufsicht und damit den Strandvandalen überlassen musste.
Empfehlenswert war es in den hohen Zeiten des Strandburgenbaus, mit allen Nachbarn ringsum sogleich gute Beziehungen zu pflegen. Anders als heutzutage im Hochhaus hatte eine solche Eigentümergemeinschaft immer ein Auge auf potentielle Wegelagerer.

Wehe, anderntags hatte sich dennoch ohne Anstand in der Wehrburg DONAUESCHINGEN eine Besetzerfamilie niedergelassen. Von feindlicher Übernahme bedroht waren insbesondere Eigner allenfalls mittelprächtiger Burgen ohne Strandkorb.Wegelagerer behaupteten gern zu ihrer Verteidigung, gerade diese Burg habe so verlassen, weil na ja man müsse das leider sagen, ungepflegt ausgesehen. Und eine offenbar herrenlose Burg sei doch nach Sylter Landrecht wie Strandgut zu betrachten.Ohne hilfreiche Nachbarn konnte sich aus solch einem Disput schnell ein Drama entspinnen, wenn die ausgesperrte wahre Eigentümerfamilie Beharrungsvermögen zeigen und womöglich einen Tag lang ihre eigene Burg ausdauernd belagern musste.

Sandburg fertig?

Am nächsten Morgen, so viel war klar, mussten die echten Eigentümer recht früh am Strand erscheinen.

Stolze Burgen zu okkupieren erforderte hingegen eine besonders grobe Missachtung fremder Plackerei.

Befand sich in der Wehrburg allerdings ein Strandkorb, so hatte der Erbauer jedes Recht auf seiner Seite – und die Quittung für die Wochenmiete.

Endlich Urlaub! Endlich in die Sonne!

Die Koffer sind kaum ausgepackt, da brutzelt so mancher Neuankömmling schon am Strand. Abends ist dann die Bescherung zu besichtigen.

Ein Sonnenbrand ist immer ein Alarmsignal unserer bereits geschädigten Haut – ausgelöst durch UV-B Strahlen.

Ein Sonnenbrand zeigt sich als erste, sofortige Auswirkung. Oberflächlich betrachtet erholt sich Ihre Haut zwar (nach einigen Tagen), aber tief drinnen ist ein bleibender Schaden längst entstanden.

Sollten sich solche Schädigungen wiederholen, kann sich, vielleicht Jahre später, Hautkrebs entwickeln. Also Vorsicht!

Auch die UV-A Strahlen sind nicht harmlos. Sie dringen bis in mittlere Hautschichten vor. In Überdosis genossen lassen sie unsere Haut schneller altern und steigern ebenfalls das Hautkrebsrisiko.

Wenn auch die Sonne in unseren nördlichen Breiten nicht so intensiv strahlt wie am Äquator, so hinterlässt sie doch ihre Spuren. Wer die Sonnenwirkung auf seine Haut unterschätzt, der muss dafür teuer bezahlen. Die Sommersonne an der See und vor allem auf See besitzt eine verblüffende Intensität.

Trotz der Gefahren: UV-Strahlen können auch heilen, beispielsweise Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Akne. Unser Körper braucht das UV-Licht auch, um Vitamin D3 zu bilden, um Phosphor und Kalzium zu verwerten, die für den Knochenaufbau und -erhalt wichtig sind. Dafür müssen wir uns jedoch keineswegs in die pralle Sonne legen. Es reicht ein Viertelstündchen Sonne auf Gesicht und Hände.

In der Sonne besonders gefährdet sind Kinder.

Ihren Nachwuchs sollten Sie deshalb immer besonders gut schützen. Babys und Kleinkinder unter 12 Monaten gehören überhaupt nicht ins Sonnenlicht, sondern immer in den Schatten. Kleinkinder sollten nur in lockerer Kleidung, mit Hütchen und geschützt durch geeignete Cremes in der Sonne spielen. Auch Erwachsenen tun Sonnen-Pausen nur gut.
Die häufigsten Sonnenbrandursachen sind Sonnenbäder ohne Sonnenschutz, zu niedrige Lichtschutzfaktoren, zu spätes Eincremen (nämlich erst am Strand) oder Nachcremen nach Ablauf der „erlaubten“ Zeit.

Ein Neopren-Anzug schützt natürlich auch gut …

Die 4 Hauttypen

1. Immer Sonnenbrand – niemals Bräunung

Häufigste Merkmale: helle Haut, Sommersprossen, blonde oder hellrote Haare, blaue oder grüne Augen – grundsätzlich mindestens Lichtschutzfaktor 15

2. Immer Sonnenbrand – schwache Bräunung

Häufigste Merkmale: helle Haut, blonde Haare, blaue oder grüne Augen In den ersten Sonnentagen mindestens Lichtschutzfaktor 14, später 9 – 14

3. Leichter Sonnenbrand – gute Bräunung

Häufigste Merkmale: dunkle Haare, braune Augen In den ersten Sonnentagen mindestens Lichtschutzfaktor 8, später 5 – 8

4. Nie Sonnenbrand – immer Bräune

Häufigste Merkmale: von Natur aus dunkle Haut, dunkle oder schwarze Haare, braune Augen In den ersten Sonnentagen mindestens Lichtschutzfaktor 4, später 2 – 4 Auch der sonnen-unempfindliche Hauttyp ist nicht immun gegen Sonnenbrand.

Der Lichtschutzfaktor

Der Lichtschutzfaktor (LSF) ist die Multiplikationszahl, mit der Sie Ihre persönliche Sonnenzeit ungefähr berechnen können. Beispiel: Wer ohne Sonnenschutz nach zehn Minuten Sonnenbaden eine Hautrötung bekommt, bekommt sie mit LSF 15 erst nach 150 Minuten.

Grundsätzlich gilt: Lieber einen höheren Lichtschutzfaktor nehmen. Denn je langsamer die Haut an die Sonne gewöhnt wird, desto intensiver und langanhaltender ist die Bräune.

Sonnencreme sollte immer mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen werden. Schwitzen und Hautkontakt kann die Wirkung reduzieren. Aber beachten Sie: Nachcremen verlängert die Schutzwirkung nicht, sie erhält sie nur.

Parfüms und Deos können in der Sonne zu hässlichen Pigmentflecken führen. Bei Medikamenten sollten Sie auf lichtsensibilisierende Nebenwirkungen achten.

Acht Regeln fürs Sonnenbaden

1. Meiden Sie Sonne in der Mittagszeit

2. Bleiben Sie in den ersten Urlaubstagen im Schatten und geben Sie Ihrer Haut Zeit zum Eingewöhnen

3. Cremen Sie sich rechtzeitig ein, also bevor Sie an den Strand gehen

4. Denken Sie ans rechtzeitige Nachcremen. Auch nach dem Baden

5. Verwenden Sie keine Deos und Parfums in der Sonne, Sie riskieren sonst Pigmentflecken

6. Achten Sie bei Medikamenten auf Nebenwirkungen in der Sonne

7. Kinder sollten in den ersten Lebensjahren nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden

8. Vorbräunen im Solarium ist eher nicht empfehlenswert, denn noch mehr UV-Strahlung schadet der Haut

Amrum ist die Insel der weiten Strände. Europas breitester Strand, ist eine der Insel unmittelbar angelagerte Sandbank, der “Kniepsand”. Wege über den “Kniepsand” bis zum Wassersaum sind ganz schön lang. Man muss ganz gut zu Fuß sein für diese Distanzen. Manchmal sind es “nur” 800 Meter bis zum Wasser, manchmal muss man mehr als einen Kilometer bewältigen. Amrum hat noch einiges mehr zu bieten als Europas breitesten Strand: Die Insel ist für nordfriesische Verhältnisse ungewöhnlich waldreich. So ausgedehnte Wälder wie auf Amrum gibt es sonst nirgendwo an der Nordsee.

Alles ist Strand an dieser kleinen Insel. Kilometerlang und wirklich kilometerbreit. Und sonst? Ausgedehnte Dünenlandschaften und viel Wald hat das Eiland, erstaunlich viel Wald. Dazu schöne Radwanger- und Reitwege.
Amrum (friesisch: Öömrang) misst nur gut 20 Quadratkilometer. Zählt man den unmittelbar angelagerten Kniepsand hinzu, so sind es 29 Quadratkilometer. Sylt ist dreimal so groß. 2500 Dauer-Amrumer bevölkern fünf Dörfer und drei Gemeinden. Etwa die Hälfte der gebürtigen Amrumer spricht noch “Öömrang”.
Amrum ist auch berühmt für seine Seehunde und die größeren Kegelrobben. Tausende bevölkern die Nordsee rings um die Insel. Wer die flinken Fischjäger aus der Nähe sehen möchte, wenn sie sich auf einer Sandbank ausruhen, der geht an Bord eines Ausflugschiffes. Falls im Sommer junge Robben am Badestrand liegen, sollte man sie nicht anfassen.
Das Strandleben begann auf Amrum am Ende des 19. Jahrhunderts, als Männlein und Weiblein sich noch getrennt zum Bade begaben. Die Benetzung der Haut geschah übrigens in streng abgeschirmten Badekarren, die von Pferden in die Brandung gezogen wurden. Erst gegen Ende des Ersten Weltkriegs durften die Familien gemeinsam an den Strand gehen.

Wittdünn

In der Südgemeinde Wittdün erbaute Kapitän Volkert Martin Quedens 1889 das erste “Badehotel”. Ein Jahr später erhielt Wittdün das Prädikat “Nordseebad”. Schon zur Jahrhundertwende hatte sich in der Sommerfrische des Adels, der höheren Beamten und Militärs, ein flottes gesellschaftliches Leben etabliert.

Wittdün ist Amrums “Tor zur Welt”, hier kommen die Urlauberfähren an. Auch im modernen Wittdün lustwandelt man noch gern vor und nach dem Bade auf der Seepromenade, deshalb nennt man sie wohl Wandelbahn. In der Ferne, beinahe am Horizont ist die Strandkorblinie zu erkennen. So ist das eben auf Amrum – bis zum Wasser ist es ein weiter Weg über den Kniepsand. Wen es nicht ans Wasser zieht, der findet Strandkörbe und einen Kinderspielplatz auch unterhalb eines Promenadenrestaurants.
Ende des 19. Jahrhunderts hatte ein Hotelier eine Dampfbahn vom Ortszentrum quer über den Kniepsand bis zu den Badekarren in Betrieb genommen. Die Strecke ist immerhin vier Kilometer lang. Heute läuft man das kleine Stück.
Zum modernen Wittdün gehört das “AmrumBadeland”, ein Meerwasser-Wellenbad mit Saunalandschaft. Der Leuchtturm ist montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr zu besteigen. Im Leuchtturm kann man auch heiraten.

Gesamteindruck:
Familienbad mit großem Strand und moderner Badelandschaft, wenn das Wetter einmal nicht so mitspielt.

Norddorf

Eingerahmt von Dünen im Westen, von Wäldern und Heidelandschaft im Süden und von Wiesen im Norden, so hübsch liegt Norddorf.
An den Strand fährt man hier mit dem Fahrrad. Am Dünenrand, nach einer Tour durch eine schnuckelige Landschaft, wartet ein Parkplatz nur für Fahrräder. Schon schön. Überhaupt ist die gesamte Insel hervorragend geeignet für Pedaleure und auch Reiter. Dabei meidet man natürlich die Hauptstraße. Amrumer Entfernungen (nach Wittdün sind es acht Kilometer) machen esnicht unbedingt erforderlich, dass man sein Auto auf die Insel schafft. Das tun schon genug andere.
Die touristische Entwicklung des Ortes in Gang gesetzt hat Pastor Friedrich von Bodelschwingh, der 1890 nördlich von Norddorf das erste “Seehospiz” begründete. Es sollte ein christliches Gegengewicht zum aufwändigen Treiben in Wittdün werden. Bis 1905 wurden noch vier weitere Hospize errichtet und ein Pastor war zum größten Touristikunternehmer im Kaiserreich geworden. Ab 1892 trat der Alonaer Kaufmann Heinrich Hüttmann in Konkurrenz zu Pastor Bodelschwingh, Hüttmann erwarb zunächst das leer stehende alte Schulhaus von Norddorf und baute es in mehreren Abschnitten zum Hotel “See-Pensionat Hüttmann” aus. Nun kamen auch die Norddorfer auf den Geschmack, mit Badegästen Geld zu verdienen.

Gesamteindruck:
Friesendorf am Rande höchster Dünen mit Meerwasser-Schwimmbad und Kurmittelhaus. Weiter Strand mit Surf- und FKK-Abschnitten wie auf Amrum üblich.

Nebel

Wer in Nebel, übrigens dem Hauptort der Insel, Urlaub macht, hat es nicht weit bis zum Wasser. Es sind nur ungefähr 800 Meter vom Strandübergang bis ins Nasse. Für Amrumer Verhältnisse ist das bemerkenswert wenig. In einer meist dünnen Schicht bedeckt sehr feiner, beinahe pudriger Sand den an dieser Stelle vergleichsweise schmalen Kniepsand,
Nebel ist trotz des in den letzten 50 Jahren verstärkten Tourismus immer noch das Friesendorf geblieben. Hier stehen das “Öömrang-Hüs” (Museum unter Reet, in dem man sich übrigens trauen lassen kann), eine Windmühle (sie beherbergt das Heimatmuseum) und die 800 Jahre alte St. Clemens-Kirche, Amrums Hauptkirche. Ihr Turm ist allerdings noch keine hundert Jahre alt.
Zu Nebel, einem vielleicht 400 Jahre “jungen” Dorf, gehören der frühgeschichtliche Ankerplatz Steenodde und das alte Süddorf, Geburtsort zahlreicher Kapitäne. Von Steenodde schweift der Blick über Hafen und Wattenmeer. Süddorf ist ganz überwiegend landwirtschaftlich geprägt.

Gesamteindruck:
Urlaub bei den Friesen – zwischen feinem Badestrand und Amrumer Behaglichkeit.

Odde

Robinson muss sich so ähnlich gefühlt haben, wie Wanderer auf der Odde. Rund die Hälfte Amrums ist mit Dünen bedeckt und hier, auf der nördlichen Landzunge sind es fast hundert Prozent. Dünen stehen unter Naturschutz, deshalb müssen Besucher die Bohlenwege benutzen. Die Amrumer Odde ist Natur pur und ein einziges Vogelreservat. Irgendeine gastronomische Versorgung sucht man hier vergebens.
Auf 15 Kilometer Länge gibt es auch keinen offiziellen Badestrand, keine Rettungsschwimmer-Station – nur Natur. Ziemlich einsam also, aber auch ziemlich einmalig. Baden sollte man auf der Odde besser nicht. Surfen empfiehlt sich ebensowenig. Dafür ist die Strömung viel zu stark.
Auf der Odde kann man einfach am Strand liegen und den schönen Sommertag genießen, oder man wandert um die die Nordspitze. Wer sich hier ins Wasser wagt, trägt ein hohes Risiko. Wer mehr erfahren möchte über die Vogelwelt, der schließt sich einer der regelmäßigen Führungen an.

Gesamteindruck:
Strand und Dünen so weit das Auge reicht, ideal für Robinson-Fans.

Wenn Sie sich trauen …

Ganz oben im Norden, auf Deutschlands beliebtester Urlaubsinsel, können Brautpaare auf vielfältige Weise heiraten: in luftiger Höhe, auf See, im Rathaus von Westerland, mitten in Kampen oder im Museum am Wattenmeer. Wir sind Ihnen gern umfassend behilflich – nur trauen müssen Sie sich schon selber … offenbar kein Problem, denn im letzten Jahr haben sich auf der Insel 650 Paare das Ja-Wort gegeben.

Der 34 Meter hohe Hörnumer Leuchtturm (Baujahr 1907) beherbergt das höchste Sylter Trauzimmer. 95 Holzstufen sind es bis hinauf in den siebten Stock. Nach der Trauung geht es weitere 47 Stufen hinauf zur 50 Meter hohen Aussichtsgalerie.

Das Trauzimmer bietet nur Platz für kleine Hochzeitsgesellschaften (maximal neun Personen). Trauungen im Hörnumer Leuchtturm finden nur statt von April bis Oktober, und zwar an jedem ersten und dritten Freitag im Monat. Die Termine sind entsprechend begehrt und brauchen frühzeitige Reservierungen.

In See stechen können Heiratswillige auch: Mit dem Kutter „Gret Palucca“ geht es von List mit Gästeschar und Standesbeamtin hinaus auf See. Nach anderthalb Stunden Kreuzfahrt kehrt das Paar zurück – in den sprichwörtlichen “Hafen der Ehe”. Ein bisschen seefest müssen Sie für diesen Törn schon sein.

Relativ neu sind standesamtliche Trauungen im reetgedeckten Sylter Heimatmuseum, gelegen im Friesendorf Keitum, ganz nahe am Watt. Möglich ist sogar eine kirchliche Trauung am Nordseestrand.

Es gibt noch mehr Möglichkeiten für Ihr Ja-Wort auf der Insel. Wo und wie auch immer Sie auf Sylt heiraten möchten, wir machen Ihnen ein individuelles Angebot, wie Ihr schönster Tag nach Ihren Wünschen mit unserer umfassenden Hilfe aussehen könnte.
Wir kennen die schönsten Plätze, die schnuckeligsten Hochzeitshotels und alle Restaurants von unglaublich schick bis urig und rusikal.

Sylt fasziniert. Nirgends auf der Welt ist der Himmel weiter, das Licht so besonders. Viele Künstler haben Sylt deshalb zu ihrer Wahlheimat erkoren. Natürlich auch wegen der Einsamkeit. Denn es herrscht nicht immer Hochsommer. Doch selbst in der quirligsten Zeit gibt es auf der Insel immer noch stille Plätze, wunderbare Orte zum Verweilen und Seele baumeln lassen. Man muss sie nur finden. Einige Hinweise geben wir Ihnen gern auf diesen Seiten.

Überblick

Rund 40 Kilometer lang und bei Rantum, an seiner schmalsten Stelle, manchmal nur noch gut 500 Meter breit, in Höhe von Blidselbucht unsichtbar gequert vom 55. Breitengrad, ungefähr noch 90 Quadratkilometer groß und entlang einer 107 Kilometer langen Küstenlinie von Wasser umgeben, das ist Sylt, die „Königin der Nordsee“.

Wohl 20.800 Menschen in sieben Gemeinden leben ständig auf diesem Eiland, schätzungsweise 10.000 Zweitwohnungsbesitzer kommen zeitweise hinzu – genauso wie jährlich rund 670.000 Urlauber.

Party-Zone

Ungewöhnliche 1700 Sonnenstunden jährlich verzeichnen die Meteorologen für Sylt, vielleicht gibt es deshalb nirgendwo sonst in Deutschland so viele Sonnenuhren wie auf dieser Insel.

Samoa, Sansibar und Abessinien sind keine fernen Gestade, es sind berühmte Nacktbadestrände auf dieser Insel der Schönen und der Reichen.

Prominenz kam schon früh nach Sylt: Der dänische König Friedrich VI. übernachtete 1825 in der Alten Landvogtei von Tinnum, 1888 kam die rumänische Königin Elisabeth, sie wurde Namensgeberin der Elisabethstraße in Westerland. Die Monarchin schrieb nämlich Gedichte unter ihrem Künstlernamen Carmen Sylva. Ab 1925 wurde das Kampener Anwesen „Kliffende“ (unterhalb des Quermarkenfeuers gelegen) zu einer Prominentenherberge. Thomas Mann („Die Buddenbrooks“) wohnte gern dort, ebenso Maler Emil Nolde und Verleger Erich Rowohlt.

Ungefähr ab 1960 kamen die Wirtschaftskapitäne (Berthold Beitz ist immer noch treuer Kampianer), sie machten “Buhne 16” zu ihrem Treffpunkt. Gunter Sachs, seinerzeit bekanntester deutscher Playboy, spielte regelmäßig als Torwart in einer Fußball-Auswahl, der Hamburger Verleger Axel C. Springer besaß am Kampener Watt den imposanten Klenderhof und Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein fand auf Sylt seine letzte Ruhestätte. Heute trifft man bekannte Schauspieler, Politiker, Wirtschaftskapitäne, Sportler und TV-Akteure urlaubend auf der Insel.

Westerland

Westerland feierte in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen als Seebad und seinen 100. Geburtstag als Stadt. Zeitgleich wird die Friedrichstraße, Haupt-Flaniermeile der Inselmetropole, auf “Weltniveau” geliftet. Das geht mit unvermeidlichen Bauarbeiten einher.
Metropolenartig gut gefüllt präsentiert sich der für Sylter Verhältnisse eher schmale Hauptstrand entlang der jüngst erneuerten Seepromenade. Dicht stehen die Strandkörbe im aufgespülten Sand, groß ist die Zahl der Strandläufer. Wer den Trubel mag und die pralle gastronomische Infrastruktur in seiner nächsten Umgebung braucht, der ist hier richtig. Am Hauptstrand herrscht Textilpflicht.

Am nördlichen Ende der Promenade liegt der so genannte Brandenburger Strand. Hier finden Volleyballturniere ebenso statt wie internationale Surf- und Segel-Events. Abends geht die Party ab – bis Punkt 22.00 Uhr. Dann ist Schluss. Einzig Silvester ist alles anders.

Südlich vom Hauptstrand (Richtung „Himmelsleiter“) wird es ruhiger. Der Übergang zum Nacktbadestrand ist eher fließend. Wer ohne lange Wanderung gleich an den nächst gelegenen textilfreien Strand Westerlands gelangen möchte, besucht die „Oase zur Sonne“. Dort wartet ein feiner Sandstrand, wohl 100 Meter breit, und nicht überfüllt. In den Dünen um die „Oase zur Sonne“ hat die Gay-Szene ihre Bastion.

Weiter südlich, an den Strandabschnitten „Dikjen Deel“ und „Baak Deel“, dem unmerklichen Übergang nach Rantum, wird es beständig leerer. So findet jeder (auch im Norden ab “Seenot”) sein ruhiges Plätzchen. In „Dikjen Deel“ (dort befindet sich eine neue Jugendherberge mit allerdings nur 48 Betten) sind Drachen und Modellflugzeuge ab 17 Uhr erlaubt.

Wer sich in den Dünen niederlässt, trampelt wie nebenbei Anpflanzungen nieder, die für den Küstenschutz mühevoll gezogen wurden und unverzichtbar wertvoll sind. Wer also in den Dünen herumläuft, handelt unverfroren und frevelhaft. So etwas ist streng verboten, alten Syltern treibt es die Tränen in die Augen.

Gesamteindruck:
Alles ist im Angebot: Sportstrand, Textilstrand, Familienstrand, Nacktbadestrand, Reviere für Drachenflieger und (Trendsport !!) Kite-Surfer; Strandgastronomie oft in der Nähe.

 

Sie wollen zum ersten Mal auf die Insel? Dann brauchen Sie Empfehlungen und gute Adressen. Wir haben deshalb für Sie eine Reihe von Hotels, Restaurants, und schönen Geschäften auf Sylt ausgesucht. Die Erwähnungen bewerten nicht und sie erheben auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Auch bedeutet die (meist alphabetische) Reihenfolge keine Rangfolge.

Selbst wenn Sie Sylt schon kennen – bestimmt sind auch für Sie einige wertvolle Empfehlungen dabei.

Adressen für Genießer

Westerland

TeeManufaktur Sylt
www.lustauftee.de

Weinhaus Schachner
www.weinhaus-schachner.de

Westerland, Wenningstedt, Tinnum

Teekula Teespeicher
www.sylter-teehaus.de

Keitum

Sylter Teekontor
www.teekontor.de

Hotels

Kampen

Ahnenhof Hotel garni
www.ahnenhof.de

Hotel Reethüüs
www.reethues.de

Keitum

Kamps Hotel Galerie Café
www.kamps-sylt.de

Westerland
Hotel Jörg Müller
www.hotel-joerg-mueller.de

Sylt-Traffic, Ausflüge

Flughafen Sylt
www.flughafen-sylt.de

Sylt Air Fluglinie
www.syltair.de

DB AutoZug SyltShuttle
www.syltshuttle.de

Fähre Sylt-Röm (DK)
www.syltfaehre.de

Bustouren: Sylter Verkehrsgesellschaft
www.svg-busreisen.de

Adler-Schiffe, Insel- u. Halligrederei
www.adler-schiffe.de

Bistros, Restaurants, Dünentreffs

Kampen

Vogelkoje
Lister Straße, Telefon 04651-95250

Die Kupferkanne
www.kupferkanne-sylt.de

Rantum

Tadjem Deel (in den Dünen)
www.rantum.de/tadjem-deel/

Räucherei und Hafen-Kiosk
www.wattn-rauch.de

List

200 Jahre alter Gasthof
Alte Dorfstraße 5, Telefon 04651-877244

Westerland

Casa Bianca Ristorante
www.casa-bianca-sylt.de

Franz Ganser
Bötticher-/Ecke Boysenstraße, Tel. 04651-22970

Camping

Westerland

Campingplatz am Süderwäldchen
www.campingplatz-westerland.de

Tinnum

Camping Südhorn
www.campingplatz-suedhoern.de

Kampen

Campingplatz am Möwenweg
www.campen-in-kampen.de